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Aischa - 4. Teil: "Es werde Licht!" PDF Drucken E-Mail

 

Genau eine Woche, nachdem meine Hündin so unerwartet von uns gegangen war, geschah etwas, das mich sehr bewegte:


Zu meinen Gewohnheiten gehörte es, mich abends auf die Couch zu legen  und zu lesen. Früher hatte Aischa sich dann immer parallel zu mir halb unter die Couch gelegt. Ab und zu war es vorgekommen, dass sie dabei mit ihrem Hinterteil unabsichtlich den Dimmer am Boden weiter geschoben hatte, mit dem die Leselampe ein und ausgeschaltet werden konnte.

 

Es war vormittags, 10 Uhr 30, genau der Zeitpunkt, an dem ich eine Woche zuvor Aischa leblos im Wohnzimmer gefunden hatte. Ich hatte eine Kerze angezündet und mich auf die Couch gelegt, um an meine Hündin zu denken und mich noch einmal innerlich von ihr zu verabschieden…

 

Ich hatte die Augen geschlossen  und  ließ die schönen gemeinsamen Erlebnisse mit ihr in Gedanken an mir vorüberziehen.

 

Zuerst dachte ich, ich hätte mich geirrt: Aber als ich die Augen öffnete, sah ich,  dass neben mir das Licht der Leselampe angegangen war, wie so oft, wenn Aischa früher den Dimmer verschoben hatte!

 

Es gab keinen Zweifel: Aischa war da! Ich konnte sie nur nicht sehen. Aber ich ahnte, wo sie sich hingelegt hatte. In meinem Herzen war eine unbeschreibliche Freude! Aischa war bei mir. Ich hatte sie nicht wirklich verloren!

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

Für alle, die  die nächste Folge nicht abwarten können:  Die vollständige Geschichte und zwei weitere dieser Art findenSie in meinem Trauerforum!

 

Mit herzlichen Grüßen
Christine Stark

23. November 2011

 

 

 
Aischa - 3. Teil: "Der Hund an meiner Seite" PDF Drucken E-Mail

 

In den nächsten Tagen machte ich eine erstaunliche Entdeckung:
Nicht nur ich nahm Aischas Anwesenheit zu bestimmten Zeiten wahr, -  andere  Hunde reagierten ebenfalls!

 

Jeder Hundebesitzer kennt die typischen Anzeichen, wenn Hunde mit einander Kontakt aufnehmen. Sind sie sich sympathisch, streben sie auf einander zu, wedeln mit dem Schwanz, schauen sich an…

 

Mehrfach kam es vor, dass fremde Hunde, die mit ihren Herrchen oder Frauchen  unterwegs waren, schon von weitem freudig mit dem Schwanz zu wedeln begannen  und ihr Tempo beschleunigten, um mir entgegen zu laufen.

 

Waren sie dann aber kurz vor mir, begrüßten sie nicht etwa mich, sondern blickten heftig wedelnd  an mir vorbei. So, als würden sie einen Hund begrüßen,der an meiner Seite war…

 

Ähnliches berichtete meine neunzehnjährige Tochter, die sich mit einer Freundin zu einem „Trauer-Spaziergang“ getroffen hatte. Ab und zu hatten sie früher Aischa gemeinsam ausgeführt und sich wohl dabei auch öfter auf eine bestimmte Bank gesetzt. So machten sie es auch diesmal.

 

Beide Mädchen waren sehr verwundert, als sich mehrfach Hunde erwartungsvoll wedelnd von ihren Besitzern entfernten und  auf die Bank zustrebten.Sie verhielten sich so, als würde ein befreundeter Hund unter der Bank liegen, den sie freudig begrüßten.

 

So schien Aischa uns oft nahe zu sein.

 

 

Fortsetzung folgt!

 

Für alle diejenigen, die die nächste Folge nicht abwarten können: Die vollständige Geschichte finden Sie in meinem Trauerforum.

 

Mit herzlichen Grüßen
Christine Stark

21.November 2011

 

 

 
Aischa - 2.Teil: "Trauern um Aischa" PDF Drucken E-Mail

 

Ich hatte schon einige Male im Leben einen Menschen verloren, den ich geliebt hatte. Aber Aischas Leben war so mit meinem verflochten gewesen, …


Wenn ich morgens die Treppe herunter gekommen war, hatte sie sich demonstrativ in die Küche neben den noch leeren Futternapf gelegt.
Wenn ich mich an den Esstisch gesetzt hatte, hatte sie sich unter den Tisch gelegt… Wenn ich aufstand, wechselte auch sie den Platz und kam mir nach.
Jeden Tag pünktlich um 16 Uhr 30 machte sie mich darauf aufmerksam, dass es Zeit war, ihr Futter zu geben…

 

Tausend Kleinigkeiten am Tag, die mit ihren gewohnten Reaktionen verbunden gewesen waren, - es gab sie einfach nicht mehr.
Mit meinen Erwartungen schien ich immer ins Leere zu laufen. Als ob ich immer wieder vergaß, dass unsere gemeinsame Zeit nun vorbei war.
Und doch schien sie immer irgendwie „da“ zu sein. Es war so, als ob ich sie nur nicht mehr sehen konnte. Sie war beinahe  greifbar nahe. Wie seltsam !

 

Von Tag zu Tag fiel mir immer mehr auf, dass ich ihre Anwesenheit spürte.  Wenn ich gewohnte Wege ging, war es oft so, als ob ich nur die Hand auszustrecken brauchte, um ihr Fell zu fühlen.Die Luft schien an diesen Stellen irgendwie „anders“ zu sein: Dichter.

 

Ich erzählte niemandem von diesen Gedanken, aber ich begann sie zu überprüfen. Ich versuchte herauszufinden, ob es bloß „Einbildung“ war, einfach weil ich es mir vielleicht so sehr wünschte?  In bestimmten  Augenblicken, wenn ich das deutliche Gefühl hatte, Aischa rechts von mir wahrzunehmen, hielt ich inne.

 

„Wenn ich es mir eben nur eingeredet habe, dass sie rechts von mir ist, dann müsste das ja auch links von mir möglich sein!“, sagte ich mir. Ich konzentrierte mich also darauf, mir Aischa auf meiner linken Seite vorzustellen,  aber es funktionierte nicht.

 

Das Gefühl, sie neben mir zu haben, war nur auf einer Seite. Ich konnte es nicht beliebig vertauschen!

 

 

Fortsetzung folgt!

 

 

Für alle diejenigen, die die nächste Folge nicht abwarten können: Die vollständige Geschichte finden Sie in meinem Trauerforum.

Mit herzlichen Grüßen
Christine Stark

20.November 2011

 

 

 
Aischa - 10.September 1998 PDF Drucken E-Mail

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie versprochen möchte ich Ihnen in den  Tagen um Totensonntag  die Möglichkeit geben, sich mit Ihrer eigenen Trauer auseinander zu setzen.

Hierzu biete ich Ihnen in einer Fortsetzungsgeschichte Erfahrungen an, die ich selbst vor einigen Jahren gemacht habe. 

Auch wenn diese Erlebnisse für mich  zunächst mit großer Trauer verbunden waren, durfte ich in diesem Zusammenhang doch wundervolle Erfahrungen machen, die ich mir nie hätte träumen lassen!

 

Ich lade Sie herzlich ein, mich auf eine Reise in die Erinnerung zu begleiten!


Mit herzlichen Grüßen
Christine Stark

16.November 2011

 

 

Aischa -1.Teil :  "Wie alles begann..."

Es war am 10.September 1998, gegen 10 Uhr 30, als ich die Treppe herunter kam. Im Wohnzimmer konnte ich Aischa, meine schöne, blonde Hovawart – Hündin auf dem Teppich liegen sehen.

 

Sie lag auf der Seite, die großen honigfarbenen Augen aufmerksam auf mich gerichtet, wie so oft. Ein eisiger Schreck durchfuhr mich und ich begann zu weinen, ohne zu wissen warum.  Irgendetwas stimmte nicht. Etwas war anders. Und meine Intuition war  wieder einmal schneller, als mein Verstand.

 

Ich kniete mich neben sie, legte die Arme um dieses große, majestätische Tier und spürte die Wärme ihres kraftvollen Körpers.

Normaler Weise hätte ihr buschiger Schwanz jetzt den Boden geklopft wie ein Uhrwerk, - aber sie reagierte nicht.
Sie fühlte sich an wie immer, - aber sie atmete nicht. Hatte sie sich verschluckt? Etwas in die Luftröhre bekommen?



Ich war nur zehn Minuten aus dem Zimmer gewesen. Zehn Minuten!   Ich rief den Tierarzt an. „Sofort in die Praxis kommen!“, hieß es. Aber wie?
Dieser große, fast 40 Kilo schwere Hund war sonst immer von alleine auf den Rücksitz gesprungen.  Wie sollte ich ihn jetzt ins Auto bekommen?


Wie unter Schock lief ich von einem Haus zum anderen, aber niemand war zuhause. Ein fremder Mann, der zufällig  vorbei kam, half mir dann, den leblosen Körper auf einer Decke in den Kofferraum zu heben.  Eine andere Möglichkeit gab es nicht.



Jede rote Ampel während der Fahrt -, jedes Anhalten war qualvoll. Denn es ging um Minuten.  Autofahren und Beten. „Lieber Gott, lass sie nicht sterben…!“
Voller Mitgefühl blickte mich der Tierarzt an, als ich die Praxis erreichte.   Was ich nicht hatte wahrhaben wollen, hatte er schon am Telefon geahnt:
Aischas Seele hatte genau die zehn Minuten gewählt, um zu gehen, in denen ich nicht im Zimmer gewesen war!



„Tut mir so leid für Sie! Aber da kann man nichts mehr tun. Wahrscheinlich ein Hirnschlag. Sehr selten.  Kommt praktisch nie vor.- Sie können hier bleiben und von Ihrem Hund in Ruhe Abschied nehmen!“  

 

Da saß ich nun im Untergeschoss der Praxis, - aber das, was hier vor meinen Füßen auf der Decke lag,  war schon nicht mehr meine Aischa: Der Körper fest und kalt, das schöne seidenweiche Fell plötzlich hart und struppig…  Das, was ich so sehr an ihr geliebt hatte, - die wachsamen, klugen Augen, - das sofortige Reagieren auf die kleinste Bewegung von mir,  - dieses unmerkliche Zusammenspiel von Frauchen und Hund, - das Band der Liebe zwischen mir und ihr…



Was hier lag, war nicht mehr die Aischa, die ich gekannt und geliebt hatte.   Die Seele meiner geliebten Hündin war nicht mehr in diesem Körper.
Ich konnte gehen.



Wie ich nach Hause kam, - wie ich diesen Tag überstand, - wie ich es schaffte,  den Kindern die Nachricht zu überbringen und meinem Mann…
Ich weiß es nicht.

 

 

Fortsetzung folgt!

(Für alle diejenigen, die die nächste Folge nicht abwarten können:
 Die vollständige Geschichte finden Sie in meinem Trauerforum!)

 

 

 
"Ein guter Tag..." PDF Drucken E-Mail

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Heute möchte ich Ihnen eine "Mini - Meditation" weitergeben, die sich wunderbar dazu eignet, sich morgens positiv auf den Tag einzustimmen. Eigentlich handelt es sich um ein  wunderschönes kurzes Gebet. Man kann es morgens beim Aufwachen in Gedanken sprechen, es dauert nur ein paar Minuten - aber es verändert den ganzen Tag!  Probieren Sie es doch einfach einmal aus! 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag!

 

Mit herzlichen Grüßen
Christine Stark

15.November 2011

 

 

"Heute, an diesem Tag
erinnere ich mich an mein inneres Licht 
und ruhe gelassen in meiner Mitte.

 

Ich lege diesen Tag in Gottes Hände.

 

Möge das, was an diesem Tag geschieht,
zu meinem Wohl,
zum Wohle aller,
und in vollkommener Übereinstimmung
mit dem Göttlichen Willen sein.

 

Möge dieser Tag heute
dem höchsten Wohle von uns alles dienen,
und möge das, was ich heute geben kann,
dem Leben dienen.

 

Ich bitte Vater-Mutter-Gott
mein inneres Licht zu stärken.

So sei es!"

 

(Verfasser  leider unbekannt)

 

 

 
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